29 | Was kommt am Schluss?

20. Okt. 2013

»Was soll im letzten Kapitel meiner Arbeit stehen?«

Grund­sätz­lich gehö­ren keine neuen Infor­ma­tio­nen mehr in Ihr letz­tes Kapi­tel! Also sind auch Refe­ren­zie­run­gen zu exter­nen Quel­len fehl am Platz. Unpas­send sind eben­falls Betrach­tun­gen über Kon­tex­te der The­men­stel­lung, Essay-haftes Ora­keln über die Bedeu­tung der Arbeits­er­geb­nis­se für die Zukunft, o. ä.

Bitte keine »Schlussbetrachtung«!

Oft­mals wird das letzte Kapi­tel mit »Schluss­be­trach­tung« über­schrie­ben. Dieses Wort lässt aber nicht erken­nen, dass hier Ihr wis­sen­schaft­li­cher End­spurt statt­fin­det.

Der Schluss einer Arbeit dient ja allein dazu, begrün­de­te und nach­voll­zieh­ba­re Schlüs­se aus dem zuvor Erar­bei­te­ten zu ziehen - nicht mehr und nicht weni­ger.

Hier ist der Ort, die ein­gangs for­mu­lier­te For­schungs­fra­ge noch­mals zu plat­zie­ren und sie expli­zit zu beant­wor­ten, dabei auf die vor­he­ri­gen Kapi­tel zurück­bli­ckend und ver­wei­send.

»Fazit und Ausblick«?

Das Schluss­ka­pi­tel mit »Fazit und Aus­blick« zu über­schrei­ben, ist schon besser. So wird erkenn­bar, dass hier die Resul­ta­te aus der Bear­bei­tung der For­schungs­fra­ge zu finden sind und Fol­ge­run­gen vor­ge­stellt werden.

Dabei ist aber streng darauf zu achten, dass diese Fol­ge­run­gen (»Aus­blick«) auch tat­säch­lich logisch aus den Ergeb­nis­sen der vor­he­ri­gen Kapi­tel gezo­gen werden, nicht aber ein­fach als Behaup­tun­gen nie­der­ge­schrie­ben werden!

»Diskussion«!

Diese Über­schrift für das Schluss­ka­pi­tel ist in der Regel die beste, denn sie lässt erwar­ten, dass Sie hier

  • die For­schungs­fra­ge noch einmal wie­der­ho­len,
  • aus Zusam­men­fas­sun­gen der vor­he­ri­gen Erar­bei­tun­gen eine Ant­wort auf die For­schungs­fra­ge geben
  • und all das - inkl. Ihrer Vor­ge­hens­wei­se und Metho­dik - kri­tisch dis­ku­tie­ren.

Zudem ist »Dis­kus­si­on« eine opti­ma­le Über­schrift für Ihr Schluss­ka­pi­tel, weil sie bekannt­lich nicht darin bestehen kann, Behaup­tun­gen auf­zu­stel­len, son­dern nur durch nach­voll­zieh­ba­res Argu­men­tie­ren zustan­de kommt.

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