28 | »Grundlagenteil«?

20. Okt. 2013

»Wie tiefgehend muss der Grundlagenteil sein?«

Prin­zi­pi­ell gilt, dass nichts in einer wis­sen­schaft­li­che Arbeit vor­kom­men darf, was für die Bear­bei­tung und Beant­wor­tung der For­schungs­fra­ge bzw. The­men­stel­lung über­flüs­sig ist.

Posi­tiv for­mu­liert: was für das Ver­ständ­nis der Pro­blem­stel­lung und des Lösungs­we­ges not­wen­dig ist, muss in der Arbeit ent­hal­ten sein.

Keinen separaten Grundlagenteil erstellen!

Pro­ble­ma­tisch und wenig hilf­reich ist die vie­ler­orts gemach­te Vor­ga­be, nach der »Ein­lei­tung« (Kap. 1) alle benö­tig­ten »Kon­zep­tio­nel­len Grund­la­gen« (Kap. 2) gesam­melt dar­zu­stel­len.

Solch ein sepa­ra­ter Grund­la­gen­teil ist näm­lich oft mit aller­lei Infor­ma­tio­nen zu füllen, die im dann erst ab Kap. 3 fol­gen­den eigent­li­chen Bear­bei­tungs­teil mög­li­cher­wei­se gar nicht so umfäng­lich benö­tigt werden bzw. auf die dann jeweils zurück­ver­wie­sen werden muss - das hat für die Leser ein umständ­li­ches Her­um­blät­tern zur Folge.

Tipp: Beginnen Sie Ihren Bearbeitungsteil direkt mit Kap. 2 und bringen Sie Grundlagen-Informationen immer direkt dort ein, wo sie gerade für Argumentationen oder für die Nachvollziehbarkeit notwendig sind!

Auf diese Weise ver­mei­den Sie die unnüt­ze Erar­bei­tung und Ver­schrift­li­chung von nicht benö­tig­ten Infor­ma­tio­nen, Sie sparen Zeit und Kraft - und Ihre wis­sen­schaft­li­che Arbeit gewinnt an Kon­sis­tenz.

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