Zweite Kursgruppe gestartet

03. Feb. 2012

Ende Januar 2012 star­te­te der dies­jäh­ri­ge Pro­mo­ti­ons­kurs der Gra­dua­te School. In der ersten »Course Week« erar­bei­te­ten sich die 25 Teil­neh­mer die Grund­la­gen für dieses span­nen­de erste Jahr, in dem sie sich mit einem »Pro­po­sal« auf das eigent­li­che Dok­to­rats­stu­di­um vor­be­rei­ten.

Die ent­schei­den­den Impul­se setz­ten gleich zu Beginn die Ver­ant­wort­li­chen der Gra­dua­te School. Caro­li­ne Suran­sky führte in die Beson­der­hei­ten der huma­nis­ti­schen For­schung ein, die grund­sätz­lich inter­dis­zi­pli­när aus­ge­rich­tet ist.

Hans Alma, Rek­to­rin der Uni­ver­si­tät, dif­fe­ren­zier­te den Anwen­dungs­be­zug dieses For­schungs­kon­zept: Hier solle nicht mehr über das oft gemein­te »Anwen­den« im Sinne von Impul­sen aus der Wis­sen­schaft für die Berufs­pra­xis die Rede sein, son­dern über »Valo­ri­sa­ti­on« als ein dia­lo­gi­scher Pro­zess, bei dem die Impul­se aus dem Pra­xis­feld ebenso zur Theo­rie­bil­dung bei­tra­gen und auch zur Her­aus­for­de­rung werden, bedarfs­ge­recht neue Metho­den in den Wis­sen­schaf­ten zu ent­wi­ckeln.

Dabei gehe es darum, kri­tisch und kon­zep­tio­nell mit dem eige­nen Pra­xis­feld umzu­ge­hen, unter­strich die Rek­to­rin. Auch stell­te sie heraus, dass es der Uni­ver­si­tät um das sinn­erfüll­te Leben des Ein­zel­nen und der Gemein­schaft gehe, sie sich dabei aber nicht als ideo­lo­gisch ver­ste­he, son­dern als in alle Rich­tun­gen – auch die eigene – wis­sen­schaft­lich und daher ideo­lo­gie­kri­tisch, sowie als offen zum Gespräch und zur Zusam­men­ar­beit mit allen Welt­an­schau­un­gen.

Harry Kun­neman, aka­de­mi­scher Direk­tor der Gra­dua­te School, fokus­sier­te auf das Span­nungs­feld zwi­schen den soge­nann­ten objek­ti­ven Gege­ben­hei­ten, an denen sich die Regeln und das Han­deln von Wirt­schaft und Gesell­schaft ori­en­tie­ren wollen, und den indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen der Men­schen, die sich nach Frei­räu­men und Krea­ti­vi­tät, nach eigen­ver­ant­wort­li­chem und mora­li­schem Han­deln sehnen. Im Umgang mit diesem Span­nungs­feld sieht er eine wich­ti­ge Funk­ti­on des Ansat­zes seines For­schungs­be­reichs »Nor­ma­ti­ve Pro­fes­sio­na­li­sa­ti­on«. Die UvH ver­hal­te sich dabei prin­zi­pi­ell dia­lo­gisch.

Mit­glie­der der vier For­schungs­be­rei­che der UvH stell­ten ihre For­schungs­fel­der und For­schungs­in­ter­es­sen vor. Zwar sollen die Kan­di­da­ten der Gra­dua­te School Themen aus ihrem eige­nen Berufs­feld for­schend auf­grei­fen, aber da es sich in den letz­ten Jahren immer wieder als hilf­reich erwie­sen hat, im Aus­tausch mit ande­ren Teil­neh­mern eines For­schungs­be­reichs zu arbei­ten, wird diese Mög­lich­keit zum Aus­tausch von Beginn an eröff­net.

Und schließ­lich ging es in dieser Woche darum, bereits gut bestan­de­ne Pro­po­sals ken­nen­zu­ler­nen, um das eigene Wei­ter­ar­bei­ten kon­se­quent auf das anspruchs­vol­le Format hin aus­zu­rich­ten.

Für die Teil­neh­mer aus Deutsch­land stand natür­lich auch die »Erobe­rung« der schö­nen Uni­ver­si­täts­stadt Utrecht auf dem Rah­men­pro­gramm, inklu­si­ve einer kuli­na­ri­schen Ent­de­ckungs­tour gemein­sam mit einem Teil­neh­mer aus Leuven (Bel­gi­en) und dem Super­vi­sor aus Köln.

Allgemein
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