Internationales Projekt

26. Mai. 2014

Das HCRI hat im Früh­jahr 2014 ein inter­na­tio­na­les, inter­dis­zi­pli­nä­res For­schungs­pro­jekt gestar­tet, das den Zusam­men­hang von der Ent­schei­dung für die indi­vi­du­elle Ernäh­rungs­weise mit inter­per­so­na­ler und media­ler Kom­mu­ni­ka­tion unter­sucht.

Die Frage nach ihrer Ernäh­rung erle­ben viele Men­schen als zuneh­mend wich­tig, je häu­fi­ger Lebens­mit­tel­skan­dale und Miss­stände in der Tier­hal­tung zum Gegen­stand der Bericht­er­stat­tung und der Gesprä­che mit ande­ren werden. Zudem werden zuneh­mend Berichte über gesund­heit­li­che Risi­ken durch den Genuss von Nah­rung tier­li­chen Ursprungs bekannt. Die Ernäh­rung wird auch als Bestand­teil der per­sön­li­chen Lebens­weise verstanden.

Die Argu­men­ta­ti­ons­li­nien lassen sich so zusammenfassen:

  • Omni­voren sagen: Fleisch und Tier­pro­dukte brau­che ich als Mensch von Natur aus; außer­dem könnte und wollte ich darauf nie verzichten.
  • Vege­ta­rier sagen: auf Fleisch ver­zichte ich, denn ich brau­che es nicht; aber sons­tige Tier­pro­dukte nehme ich zu mir, sie würden mir sonst fehlen.
  • Vega­ner sagen: weder Fleisch noch andere Tier­pro­dukte gehö­ren zu meiner Ernäh­rung; ich brau­che sie nicht und will sie daher nicht.

Da nicht alle Men­schen über einen For­schungs­hin­ter­grund zu den genann­ten Argu­men­ten ver­fü­gen können, han­delt sich bei ihren Ent­schei­dungs­kri­te­rien in der Regel um Annah­men und Unter­stel­lun­gen, die aus media­ler und inter­per­so­na­ler Kom­mu­ni­ka­tion genährt, ent­wi­ckelt und über­nom­men wurden.

Das Ziel dieser empi­ri­schen Unter­su­chung besteht aber nicht darin, die eigent­li­chen Annah­men und Unter­stel­lun­gen, die der Ent­schei­dung für eine Ernäh­rungs­weise zugrunde liegen, mit wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen zu diskutieren.

Hier geht es viel­mehr darum, das Zusam­men­hangs­maß der momen­ta­nen Über­zeu­gun­gen mit bis­lang erfah­re­ner und aktu­ell gepfleg­ter media­ler und inter­per­so­na­ler Kom­mu­ni­ka­tion bei einer Viel­zahl von Men­schen inter­na­tio­nal zu ermitteln.

Das HCRI forscht dazu gemein­sam mit Kol­le­gen von der Flo­rida Gulf Coast Uni­ver­sity, Fort Myers (USA), und vom Insti­tut für Empi­ri­sche For­schung, Köln.

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